Der amerikanisch-australische Spielfilm „The Great Raid – Tag der Befreiung“ thematisiert die größte Befreiungsaktion US-amerikanischer Soldaten aus der Kriegsgefangenschaft, bei der 511 Soldaten nach dreijähriger Gefangenschaft befreit werden konnten.
Quelle: Watchever

Der Todesmarsch von Bataan sollte zahlreichen Leuten, welche sich öfter mit dem Genre beschäftigen, durchaus bekannt sein. Die japanische Armee hatte am 9. April 1942 rund 70.000 US-amerikanische sowie philippinische Kriegsgefangene Richtung Norden marschieren lassen. Nach meinen Recherchen fielen diesem Marsch rund 16.000 Soldaten auf den etwa 100 km zum Opfer. Eingangs wird im Film dieser Bereich beschreiben, um eine passende Einleitung zu bieten. Die US-Soldaten wurden anschließend in Cabanatúan inhaftiert. Wie bereits bekannt sein sollte, wurden Gefangenenlager vor dem Einnehmen der Amerikaner von der japanischen Armee stets „gesäubert“, was an anderer Stelle zu dieser Zeit bereits mehrfach passiert ist. Als die Allierten Streitkräfte im Pazifikkrieg weiter Richtung Cabanatúan vorrückten wurde den Befehlshabern klar, dass dort platzierte Lager muss zuvor befreit werden, um die Insassen vor dem anstehende Schicksal zu schützen.

Das 6. Bataillon der United States Army Rangers in Zusammenarbeit mit den philippinischen Guerillas wurde mit dieser schier unmöglichen Aufgabe betraut. Die Planung und Durchführung wird in diesem Film ausführlich dargestellt. Allein die Tatsache, dass die japanische Armee zahlenmäßig überlegen war, zeigte das schwierige Unterfangen der Soldaten. Die Befreiung der rund 500 Gefangenen wird begleitet durch zahlreiche Nebenhandlungen, welchen den Film etwas lockern. Für einen Blockbuster fehlte hier der letzte Feinschliff,weshalb die Einspielergebnisse hinter den Erwartungen zurückblieben.

Schauspieler

Die Schauspieler wie Benjamin Bratt, Joseph Fiennes und James Franco kommen mir zwar durchaus bekannt vor, jedoch kann ich aus dem Stehgreif keine weiteren Filme dieser Personen nennen. Die schauspielerischen Leistungen erinnern eher an eine TV-Produktion eines privaten Senders im deutschen Fernsehen. Kurze und knackige Dialoge lassen den Blick auf dem wesentlichen: Das Effekt-Feuerwerk während der Befreigung.

Technik und Umsetzung

Der Film setzt zwar keinen neuen Meilenstein in dem Genre, jedoch ist die Kamerführung und das Color Grading vorbildlich. „Orange and Teal“ wird nicht überstrapaziert, der Eindruck ist durchweg positiv. Wie üblich bei Filmen aus dem zweiten Welt- bzw. Vietnamkrieg wird die Farbsättigung deutlich reduziert und die Farben wirken ausgewaschen. Passend zu der Region in dem Film wurden angenehme Warmtöne verwendet.

Filmdaten

Deutscher Titel: The Great Raid – Tag der Befreiung
Erscheinungsjahr: 2005
Länge: 115 Minuten
Produktionsland: Vereinigte Staaten, Australien
Schauspieler: Benjamin Bratt, Joseph Fiennes und James Franco
Quelle: Wikipedia.de

Fazit

Wie bei fast allen Filmen aus den Genre, werden die eigenen Streitkräfte als übermächtig und unbesiegbar dargestellt. Hier habe ich das Gefühl außnahmsweise nicht! Erschreckend ist die Tatsache der wahren Begebenheit. Insgesamt erwartet euch ein kurzweiliger Film mit netten Effekten und zahlreichen Action-Einlagen.

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Christian

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